Gemeinsam gegen den Blutkrebs (Nov´18)

DKMS-Spenderaktion am BBZ Ettlingen

Alle 15 Minuten bekommt ein Mensch in Deutschland die Diagnose, an Blutkrebs erkrankt zu sein. Doch diese Krankheit muss nicht tödlich verlaufen! Viele Patienten haben die Hoffnung, einen passenden Spender zu finden und damit den Krebs besiegen zu können.

Weil aber viele Menschen nicht wissen, wie solch eine Spende von Stammzellen abläuft, scheuen sie sich daher, sich registrieren zu lassen.

Um über den Ablauf der Spende zu informieren und um neue Spender von Stammzellen zu gewinnen, lud Dirk Wellman, Lehrer an der Wilhelm - Röpke - Schule, die DKMS am 15.11. in das Bildungszentrum Ettlingen ein.

Die DKMS ist eine deutsche gemeinnützige Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, möglichst viele potenzielle Stammzellspender in ihrer Datenbank zu registrieren, um die Krankheit Blutkrebs heilen zu können.

Zu Anfang der Veranstaltung wurden Spendenschecks feierlich an die DKMS überreicht: Die Juniorenfirma „Röpke Juniors“ und der Förderverein der WRS spendeten je 500 Euro, die Stadtwerke 700 und die Firma Bardusch 1000 Euro.

Die Referentin Evin Sevinc und andere Mitarbeiter der DKMS informierten verschiedene Klassen der drei Schulen zunächst über das Thema: Wenn ein Patient unter „Blutkrebs“ leidet, ist sein Blutsystem durch die Krebszellen so gestört, dass es viele lebensnotwendige Aufgaben nicht mehr erfüllen kann. Eine Transfusion von Stammzellen ist oft die letzte Rettung. Die Stammzellen werden dem Spender entweder aus der Blutbahn oder aus dem Knochenmark entnommen und dem Patienten zugeführt. Sevinc erklärte sachlich, welche Schritte ein potenzieller Spender durchlaufen muss und räumte mit gängigen Vorurteilen auf. So wird beispielsweise eine Spende aus dem Knochenmark oft mit einem gefährlichen Eingriff in das Rückenmark verwechselt.

Danach erzählte Asit Juthani seine bewegende Geschichte. Er war an Blutkrebs erkrankt, konnte aber dank einer Stammzellenspende wieder vollständig gesund werden. Die Schüler waren von seiner Geschichte tief berührt. Auch Lukas Weber, der schon einmal seine Stammzellen gespendet hatte, berichtete von seinen Erfahrungen und nahm damit den Zuhörern die Angst vor einer Spende. Obwohl die Patientin, der er seine Stammzellen gespendet hatte, leider nicht überlebte, hat er es nie bereut, diesen Schritt gegangen zu sein, weil er der Frau ein zusätzliches Jahr mit ihren Freunden und ihrer Familie schenken konnte. Gerade die persönlichen Geschichten der direkt Betroffenen hinterließen Eindruck bei den Zuhörern, und motivierten sie, sich aktiv für den Kampf gegen Blutkrebs einzusetzen. Die Wilhelm-Röpke-Schule bedankt sich noch einmal ausdrücklich bei Herrn Wellmann, der durch seine Organisation eine Zusammenarbeit der drei Schulen bewirkte, sodass sich im Anschluss an die Vorträge insgesamt 386 Lehrer und Schüler aller Schulen als Spender registrierten.
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Interessierte, die sich über den Ablauf einer Stammzellenspende informieren wollen, finden auf der Seite www.dkms.de hilfreiche Infos. Auch das Lebensretter-Set mit Wattestäbchen kann dort online bestellt werden.


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