Karlsruhe aus einer neuen Perspektive (Jan´19)

Wirtschaftsgeographiekurs auf Exkursionstour

Die Stadt Karlsruhe ist vielen Menschen unter ihrem Beinamen die „Fächerstadt“ bekannt. Diesen Namen verdankt sie den knapp 30 Alleen, welche vom Schloss aus fächerartig in die Stadt verlaufen. Doch obwohl Karlsruhe eine bemerkenswerte Stadt mit einer interessanten Geschichte ist, kennen die meisten Leute lediglich die Kaiserstraße und die Einkaufszentren. Im Rahmen unserer stadtgeographischen Exkursion in Wirtschaftsgeographie lernten wir Schüler der Jahrgangsstufe 2 des Wirtschaftsgymnasiums, Karlsruhe von einer völlig neuen Seite kennen.

Am Dienstagmorgen, den 20.01.2019, startete unsere Exkursion im Café Emaille in der Kaiserstraße. Hier konnten wir uns zunächst für unsere Reise stärken und wäh-renddessen bekamen die einzelnen Gruppen die jeweiligen Dokumente zu ihrem entsprechenden Analysegebiet. Im Anschluss trafen wir uns am Kronenplatz und gingen die Kronenstraße entlang. Das Wetter meinte es nicht besonders gut mit uns und so liefen wir in Eiseskälte durch das „Dörfle“, welches auch als der erste Stadt-teil Karlsruhes bezeichnet werden kann. Wir durchquerten die Kronenstraße und machten einen Halt am Lidellplatz der Innenstadt-Ost. Obwohl ich schon seit Jahren in Karlsruhe lebe, konnte ich Karlsruhe aus einer neuen Perspektive betrachten. Vor allem der Zwischenstopp in der Carl-Hofer-Schule war sehr beeindruckend. Das alte Gebäude strahlt sowohl von außen als auch von innen Nostalgie sowie Wohnlichkeit aus. Man fühlt sich in dem Gebäude, als würde man in eine andere Zeit versetzt werden. Jedoch trug auch die Kälte dazu bei, dass wir am liebsten in der Gewerbeschule geblieben wären. Anschließend liefen wir an dem exotischen, aber auch ansprechenden Gewerbehof vorbei. Bei dem Eintritt in die unterschiedli-chen Innenhöfe konnte ich einen riesigen Kontrast des Lärmpegels feststellen. Während wir uns vor den Gebäuden aufgrund des Straßenlärms kaum verstanden, war es in den Innenhöfen erstaunlich ruhig und es herrschte eine angenehme At-mosphäre. Im Anschluss liefen wir an der Heinrich-Hübsch-Schule vorbei. Diese ist aufgrund ihrer besonderen Architektur und dem auffälligen Sandstein ein wahrer Blickfang, allerdings befindet sie sich direkt an der Kriegsstraße, wo momentan ext-rem lauter Baulärm zu hören ist. Unsere Lehrerin erzählte uns während der Ex-kursion interessante Informationen über das gesamte Sanierungsgebiet, wobei ich feststellen musste, wie wenig ich doch über Karlsruhe weiß. Nachdem wir die oh-renbetäubende Kriegsstraße überquert hatten, gingen wir in das Scheck-In Center, um von dem Parkdeck aus einen atemberaubenden Ausblick über ganz Karlsruhe genießen zu können. Es war beeindruckend, Karlsruhe aus einer neuen Perspekti-ve zu betrachten. Auf unserem Gang durch das ehemalige „Dörfle“ kamen wir bei dem alten Friedhof sowie der Künstlerhausstraße vorbei. Der Fasanenplatz ist mei-ner Meinung nach der schönste der besichtigten Plätze. Auch wenn der Platz recht klein ist, gefielen mir vor allem die Bäume und die hübsche Gestaltung des Ortes. Der Waldhornplatz war im Vergleich zum Fasanenplatz aufgrund der parkenden Autos und der damit verbundenen Unruhe und Hektik weniger einladend. Unsere letzte Station war die Reihenhaussiedlung. Diese strahlte wiederum eine völlig an-dere Atmosphäre aus als zum Beispiel die Carl-Hofer-Schule. Die moderne Archi-tektur scheint eher funktionell zu sein und lässt wenig Spielraum für Kreativität und Detailtreue.

Unsere Exkursion neigte sich dem Ende zu und wir verabschiedeten uns, um im Anschluss in den jeweiligen Gruppen das Sanierungsgebiet eigenständig zu er-kunden.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass unsere stadtgeographische Exkursion uns nicht nur die Geschichte des Sanierungsgebietes, sondern auch die von ganz Karlsruhe näher gebracht hat,. Es war interessant, Karlsruhe aus einer neuen Per-spektive kennenzulernen, auch wenn das Wetter eine harte Zerreißprobe war. Das Frieren hat sich auf jeden Fall gelohnt, um einmal hinter die Fassaden Karlsruhes blicken zu können.

Susanne Lang



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