Viele der angehenden Abiturienten und Abiturientinnen waren gespannt auf die Verfilmung von Volker Schlöndorff, die wir am 15.10.26 in der Schauburg als Premiere ansehen konnten. Natürlich durften weder Popcorn, noch Nachos fehlen, um den anspruchsvollen Romaninhalt auf der Leinwand verfolgen zu können. Ein Haus am brandenburgischen Scharmützelsee ist der zentrale Ort dieser so politischen wie persönlichen Deutschlandchronik von Autorin Jenny Erpenbeck, die sich über 100 Jahre Deutscher Geschichte erstreckt. Das machte das Lesen einiger Kapitel anspruchsvoll – eine weitere Herausforderung bestand darin, die unvermittelten Zeitsprünge und den fragmentarischen Erzählstil einordnen zu können. Im Film wurde die Handlung chronologisch wiedergegeben, einiges wurde überraschend über den Romaninhalt hinaus eingefügt, anderes gestrichen. Das gab nach den 120 Minuten Film ausreichend Diskussionsstoff, aber sicher auch ein vertieftes Verständnis für einige Zusammenhänge der Abipflichtlektüre.